Europäische SchülerInnen werden online über Karrieremöglichkeiten in der Chemieindustrie informiert
“Welche Karrierechancen bietet die Chemieindustrie?" wollten SchülerInnen aus 11 Schulen in ganz Europa im Rahmen des Xperimania Chats am 14. März wissen. Fabian Scuvie von essenscia, der belgischen Chemievereinigung, gab SchülerInnen praktische und hilfreiche Tipps für die Planung ihres Berufslebens.
SchülerInnen aus Slowenien, Polen, Ungarn, Spanien, Frankreich, Finnland, Deutschland und Portugal nahmen am Chat teil. Die meisten Fragen beschäftigten sich mit zukünftigen Aussichten in der Chemieindustrie sowie den Fertigkeiten und der benötigten Ausbildung, um in diesem Bereich zu arbeiten.
Fabian Scuvie erklärte, dass man für die Chemieindustrie Computerfertigkeiten, Teamfähigkeit, Aufmerksamkeit für jedes Detail, Flexibilität, Neugierde und gute Kommunikationsfertigkeiten benötigt. In manchen Fällen wird zudem Reisetätigkeit verlangt. Die SchülerInnen sollten sich vor allem mit organischer Chemie beschäftigen, die die Grundlage für alle chemischen Bereiche ist.
Der Experte sagte: "Für die meisten Bereiche in der Chemieindustrie ist organische Chemie wichtig."
Scuvie versicherte, dass die Chemieindustrie gute Zukunftsperspektiven bietet. Vor allem die pharmazeutische Chemie, Biotechnologie, Entwicklung neuer Materialien, Technologien zum Energiesparen und Umwelttechnologien sind Sektoren, die sich in den nächsten Jahren am meisten weiterentwickeln werden. Auch Nanotechnologie - Chemie auf Mikroebene - wird ein wichtiger zukünftiger Chemiezweig sein.
Während des Chats erfuhren die TeilnehmerInnen, dass die Chemieindustrie in Deutschland, England, Belgien, Irland, Frankreich und den Niederlanden am weitesten entwickelt ist. Scuvie wies auch darauf hin, dass jene SchülerInnen, die in der Schule in Chemie weniger gute Noten haben, Chancen in der Chemieindustrie haben:
“Von allen Beschäftigen in der Chemieindustrie haben nur 15% ein Chemiediplom. Die Industrie benötigt auch BuchhalterInnen, LKW-FahrerInnen, RechtsanwältInnen, SekretärInnen, VerkäuferInnen.....Es gibt viele verschiedene Jobs!”
Fabian Scuvie sprach schließlich auch die Problematik an, dass es nicht genügend StudentInnen gibt, die im Chemiesektor - vor allem in der Petrochemieindustrie - arbeiten möchten. Die Europäische Union schätzt, dass bis 2010 500 000 zusätzliche ForscherInnen oder 1.2 Millionen Forschungspersonal - natürlich auch Frauen - benötigt werden.
Scuvie sagte: "In Belgien kommt auf acht Männer nur eine Frau in der Wissenschaftsausbildung."
“Außerdem werden in den nächsten 10 Jahren viele WissenschafterInnen in den Ruhestand treten - wir warten also auf dich!"
Um sich für den nächsten Chat anzumelden, kontaktieren Sie bitte xperimania@eun.org
Hier können Sie das Chatprotokoll als PDF-Datei herunterladen
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Gimnazija Poljane, Slowenien. Koordinatorin: Breda Policar |
Gimnazija Poljane, Slowenien. Koordinatorin: Breda Policar |
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SEK Budapest International School, Ungarn. Koordinatorin: Dr. Beata Jarosievitz |
ChatmoderatorInnen und ExpertInnen. Von links: Ann Whent, Cefic/Appe, Dominique, Cefic/Appe, Pierre de Kettenis, Cefic/Appe und Fabian Scuvie, essenscia. |






