Sport und Wissenschaften: Wie die Olympischen Spiele auf Petrochemie angewiesen sind
Ist Ihnen eigentlich bewusst, welche Rolle Chemie in der Welt des Sports - vor allem in den Bereichen Leistung und Sicherheit - spielt? Fortschritte im Bereich der Chemie bringen auch den Sport weiter. Dabei ist es ganz egal um welche Sportart es sich handelt: Skilauf, Segeln, Leichtathletik, Schwimmen oder andere.
Denken Sie nur mal an den Skilauf. Obwohl der alpine Skilauf bereits in die Olympischen Winterspiele 1936 aufgenommen wurde, hatte er seinen Durchbruch erst 1948. Stellen Sie sich die Ausrüstung eines Abfahrers dieser Zeit vor: Skier, die aus einem einzigen Stück Holz gefertigt wurden und nur wenige Metallteile hatten, schwere Lederschuhe, die an den Skiern festgemacht wurden und Stöcke aus Bambus. Die Entwicklung der Skiausrüstung ist seit dieser Zeit so rasant verlaufen, dass man nur mit Mühe Übersicht über die neuen Technologien behalten kann.
Durch die Entwicklung von petrochemischen Stoffen konnte auch die Skiindustrie mit leichten, flexiblen und zuverlässigen synthetischen Materialien, wie Polyurethanschaum, Fiberglas und Epoxy-Kunststoffen, versorgt werden. Kombiniert mit Polyethylen auf der Lauffläche bieten diese Materialien gute Gleiteigenschaften und guten Schutz. Wie in vielen anderen sportlichen Disziplinen (Radfahren, Segeln, Tennis), wirken sich auch beim Skilauf leichte Materialien positiv auf die Ergebnislisten aus.
Auch im Bereich Sicherheit hat die Chemieindustrie in den letzten Jahrzehnten eine wichtige Rolle gespielt. Die Entwicklung neuer, verbesserter Materialien hat zur Produktion von leichter, aber sehr resistenter Sicherheitsausstattung (Fahrradhelme, Knieschützer, Ellenbogenschützer, etc.) geführt. Diese können vor verschiedensten Verletzungen schützen.
Auch bei der Sportbekleidung macht die Chemie den Unterschied aus. Bestimmte Materialien tragen sicherlich zu verbessertem Tragekomfort bei, verbessern jedoch auch die sportlichen Leistungen. Dies trifft vor allem für die Olympischen Spiele in Peking 2008 zu. Laufschuhe, die nur einige Gramm schwer sind, aber die Widerstandsfähigkeit und Geschmeidigkeit aufweisen, die Athleten benötigen, wenn sie aus den Startblöcken sprinten, können den Unterschied zwischen einer Goldmedaille und dem letzten Platz ausmachen.
Die Sportbekleidungsindustrie hat den Vorteil der Zusammenarbeit mit der Chemieindustrie erkannt. Viele Sportfirmen kooperieren mit Chemiefirmen, um innovative Lösungen zu finden, die sowohl den professionellen Athleten, als auch den Hobbysportlern zu Gute kommen.
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