SchülerInnen befragen einen Experten, wie die Chemie zu umweltfreundlichen und sicheren Autos beiträgt
Der Xperimania Chat am 23. März 2009 informierte SchülerInnen darüber, welchen Beitrag die Chemie für die Automobilindustrie leistet. Der Chatexperte Ulrich Nies von BASF wurde über die Auswirkungen von petrochemischen Innovationen auf die Umwelteffizienz von Autos befragt.
Fünf Schulen aus Griechenland, Polen, Rumänien und Slowenien nahmen am deutschsprachigen Xperimania Chat mit dem Titel “Inwieweit ist die Automobilindustrie von Petrochemikalien abhängig?” teil.
Die SchülerInnen des rumänischen Liceul teoretic "Diaconovici-Tietz" wollten wissen, welche Forschungsarbeiten bei BASF durchgeführt werden, um CO2 Emissionen zu reduzieren.
Ulrich Nies erklärte, dass sich der Fokus der Forschungen auf die Reduzierung des Gewichts von Autos richtet, indem Metalle durch neue Materialien ersetzt werden, die in der Petrochemie entwickelt wurden. Leichtere Autos benötigen weniger Treibstoff und geben bedeutend weniger CO2 an die Umwelt ab.
Einige Metallteile der Karosserie werden durch Kunststoffe wie Polyurethan ersetzt, die die Autos leichter, aber stabiler machen. Extrem leichter Basotectschaum wird zur thermischen Isolierung von Motoren eingesetzt und Kunststofffüllungen in Metallteilen machen diese sowohl leichter als auch widerstandsfähiger.
Die SchülerInnen waren auch an Biotreibstoffen interessiert. Die SchülerInnen des polnischen I Liceum Ogolnokształcace im. M. Kopernika wollten mehr über den möglichen Einsatz von Biotreibstoffen und wasserstoffbetriebenen Autos wissen.
Ulrich Nies merkte an, dass die erste Generation von Biotreibstoff ab einem Preis von 47 Dollar wirtschaftlich wird. Allerdings sind auch die ökologischen Auswirkungen zu bedenken. Die CO2 -Bilanz ist gegenüber Öl nicht immer besser.
Bis zum Durchbruch von Autos mit Wasserstoff sind noch technische und logistische Probleme zu lösen, sagte der Chatexperte. Darüber hinaus sind große Investitionen nötig, um wasserstoffbetriebene Autos Wirklichkeit werden zu lassen.
Im Falle von Elektroautos richtet sich der Fokus auf die Ausdehnung der Reichweite der Batterien. Im Moment arbeitet die Industrie an einer Lithium-Ionen-Batterie, die die Reichweite um 50% verbessern würde.
Die SchülerInnen des Gimnazija Poljane, Slowenien, wollten wissen, welche Vorteile Benzin im Vergleich zu anderen Treibstoffen hat. Ulrich Nies erklärte, dass Dieselmotoren am effizientesten sind und LPG (Liquefied petroleum gas - Flüssiggas) im Einsatzbereich limitiert ist. Jeder Motor wird für einen bestimmten Treibstoff optimiert und Treibstoffe sollten - falls das Auto nicht zerstört werden soll - nicht vermischt werden.
Die SchülerInnen der rumänischen Mihai Viteazul Schule wollten die Meinung des Chatexperten bezüglich zukünftiger Technologien in der Autoindustrie wissen. Ulrich Nies antwortete, dass niemand in der Autoindustrie sicher vorhersagen kann, was die Zukunft bringen wird. Die klassischen Verbrennungsmotoren werden in optimierter Form noch Jahrzehnte den Hauptanteil haben.
Parallel werden Elektrotechnologien vor allem in urbanen Umfeldern zum Einsatz kommen. Für die weitere Zukunft wird häufig Wasserstoff als die vielversprechendste Technologie angesehen.
Hier können Sie das Chatprotokoll herunterladen (pdf, auf Deutsch).
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Chatexperte Ulrich Nies mit Graeme Wallace und Franco Bisegna von Appe/Cefic. |
Mihai Viteazul Schule, Rumänien. Lehrkräfte: Aurora Fagaras und Ana Ratiu. |
Mihai Viteazul Schule, Rumänien. Lehrkraft: Aurora Fagaras und Ana Ratiu
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Gimnazija Poljane, Slowenien. Lehrperson: Breda Policar |
Gimnazija Poljane, Slowenien. Lehrperson: Breda Policar
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Gimnazija Poljane, Slowenien. Lehrkraft: Breda Policar
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Liceul teoretic "Diaconovici-Tietz", Rumänien. Lehrkraft: Mircea Iacob Meila
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Liceul teoretic "Diaconovici-Tietz", Rumänien. Lehrkraft: Mircea Iacob Meila |
Liceul teoretic "Diaconovici-Tietz", Rumänien. Lehrkraft: Mircea Iacob Meila
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